Krankenversicherungsbeitrag 2026: GKV vs. PKV – Was zahlen Arbeitnehmer wirklich?
Veröffentlicht am 8. März 2026
Krankenversicherungsbeitrag 2026: Die vollständige Übersicht
Die Krankenversicherung ist nach der Lohnsteuer der zweitgrößte Abzug vom Bruttogehalt. 2026 gibt es wichtige Änderungen beim Zusatzbeitrag.
GKV-Beitrag 2026: Allgemeiner und Zusatzbeitrag
Der GKV-Beitrag setzt sich zusammen aus:
- Allgemeiner Beitragssatz: 14,6% (jeweils 7,3% Arbeitnehmer + Arbeitgeber)
- Zusatzbeitragssatz: Kassenindividuell, 2026 durchschnittlich 2,5% (jeweils 1,25%)
Beitragsbemessungsgrenze 2026: 5.512,50 Euro/Monat
Wer mehr als 5.512,50 Euro brutto verdient, zahlt auf den Mehrverdienst keine weiteren KV-Beiträge. Die maximale monatliche GKV-Prämie für den Arbeitnehmer beträgt damit: 5.512,50 × 8,55% ≈ 471 Euro/Monat (Arbeitnehmeranteil)
GKV-Zusatzbeitrag: Unterschiede zwischen Kassen
Der Zusatzbeitrag ist kassenindividuell und variiert 2026 erheblich:
Günstigste Kassen (ca. 1,4–1,6%):
- Einige BKK-Kassen und regionale AOKen
- Einige bundesweite Kassen
Wann lohnt sich PKV?
Arbeitnehmer können nur dann in die PKV wechseln, wenn ihr Bruttoeinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt. Diese beträgt 2026 ca. 69.300 Euro/Jahr (5.775 Euro/Monat). Unterhalb dieser Grenze besteht Pflicht zur GKV.
PKV-Vorteile:
- Oft bessere Leistungen (Einzelzimmer, Chefarztbehandlung)
- Beiträge abhängig von Gesundheitszustand und Alter bei Eintritt, nicht vom Einkommen
- Bei hohen Einkommen deutlich günstiger als GKV
- Beiträge steigen im Alter stark an
- Familienversicherung nicht kostenlos (jedes Familienmitglied zahlt eigenen Beitrag)
- Bei Einkommensverlust kein Rückweg in die GKV ohne Weiteres
Vergleichen Sie GKV und PKV in unserem Brutto-Netto-Rechner und sehen Sie den Unterschied beim Nettogehalt.
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